Die Neunziger
Hader spielt Hader
„Hader spielt Hader“ ist ja nichts Besonders. Das macht er ja eigentlich immer. Sogar wenn er andere Figuren spielt. Aber diesmal probiert Josef Hader etwas, was viele Kollegen machen, er aber normalerweise nicht: Nummern spielen und dazwischen Lieder singen.
Charaktere aus den letzten fünf Programmen werden zu kleinen Monologen konzentriert, und dazwischen gibts von „Topfpflanzen“ bis zu „So ist das Leben“ alles Musikalische, was der Künstler je verbrochen hat.
Das ist Freiheit (mp3)
Und langsam werdn ma wia ma san (mp3)
When I was young (mp3)
Privat
1994 uraufgeführt im Vindobona.

Josef Hader spielt Josef Hader. Josef Hader behauptet seine Lebensgeschichte zu erzählen, lügt das Blaue vom Himmel herunter, fährt fast zum Mond und landet schließlich in der dritten Welt. In der zweiten Hälfte reist er zur Abwechslung in sich selber und singt dazwischen Lieder. Das erste und letzte Programm, das zehn Jahre lang gespielt wird.
Schlußendlich war es keine so gute Idee, sich so lange mit einer einzigen Sache zu beschaftigen. (Josef Hader)
Topfpflanzen (mp3)
So ist das Leben (mp3)
Stoascheißer Koarl | Steinscheißer Karli (Wikipedia)
Im Keller
1992 uraufgeführt im Spektakel.

Ein Werbetexter will den selbstgebastelten Atombunker seines Vaters in ein Kreativzentrum mit Sauna und Solarium umbauen und verwickelt sich dabei mit einem imaginaren Handwerker in eine zweistundige und einseitige Diskussion. Am Ende ist er in eine Abdeckfolie aus Plastik eingewickelt - will nie mehr hinaus und hat auch keine Worte mehr.
Eigentlich geht es um den Faschismus in uns allen, außerdem war´s ziemlich witzig. (Josef Hader)
Bunter Abend
1990 uraufgeführt im Kabarett Niedermair.
Josef Hader kommt fast unkenntlich als schmierieger Bierzeltentertainer auf die Bühne, macht eine halbe Stunde lang Witze auf tiefstem Niveau, bevor er sich hemmungslos betrinkt und in seine schizophrenen Bestandteile zu zerfallen beginnt. Ganz zum Schluß kam noch ein sehr sentimentales Lied auf dem Klavier mit gebrochener Stimme gesungen.
Vor allem dramaturgisch sehr o.k. (Josef Hader) Auch Herr Höbl war begeistert. Deutscher Kleinkunstpreis.